Rebsorten

In den Lagen rund um die Nibelungenstadt Worms gedeihen auf unterschiedlichen Böden eine Vielzahl von Rebsorten. Darunter viele bekannte deutsche Rebsorten. Unser Betrieb liebt die Vielfalt und das Experiment. Ausgetretene Pfade verlassen und neue Geschmackserlebnisse entdecken lautet die Devise.

So werden neben den roten Rebsorten wie Dornfelder, Spätburgunder und Portugieser auch außergewöhnliche Rebsorten wie Cabernet-Dorsa, Frühburgunder oder St. Laurent gepflegt.

Beim Weißwein dominieren die Rebsorten Riesling, Silvaner und Burgundersorten; aber auch hier wird ausgefallenes gewagt: Muskateller, Gewürztraminer oder Huxelrebe verleihen der Rebsortenvielfalt ihre besonderen Akzente.

Entdecken Sie auch unsere histrorischen Rebsorten mit denen wir zur Erhaltung der Rebengenetik beitragen und gleichzeitig dem Klimawandel Rechnung tragen.

Historische Rebsorten

In meinem bescheidenen Winzerleben, stehe ich in einer langen Reihe von Winzergenerationen, die seit mindestens vorbiblischen Zeiten dem Weinbau nachgehen. Vieles hat sich seitdem verändert. Das einzig stete ist der Wandel. Der Winzer hat immer versucht, mit seinen Möglichkeiten, beste Weine zu keltern.

Vieles in der Geschichte der Menschheit hat zu den vielfältigen Rebsorten geführt. Heute bauen wir in Deutschland nur wenige Rebsorten an. Viele sind in Vergessenheit geraten. Die historischen Rebsorten haben während ihres langen Lebens vieles erlebt: Hitze, Kälte, Kriege, Pandemien, Krankheiten…

Für die Zukunft ist es daher wichtig, dieses Genpotenzial für die Nachwelt zu erhalten. Darum habe ich mich 2018 entschlossen, historischen Rebsorten in meinen Weingärten einen Platz zu bieten und somit zur Erhaltung der Rebsorten- und Genvielfalt beizutragen. Helfen Sie mit und trinken Sie Weine aus historischen Rebsorten und entdecken Sie eine neue Geschmackswelt.

Weißer Traminer

Regional bedeutende Ursorte

Ihr Synonym „Savagnin“ bezieht sich auf die Weinregion Servan, die persische Bezeichnung für Schirwan, wo diese Ursorte bereits seit mindestens 5.000 Jahre angebaut wurde. Durch die Fokussierung auf den Gewürztraminer, eine Spielart des Weißen Traminers, wurde diese wertvolle Rebsorte, mit einer in Deutschland langen regionalen Identität, völlig übersehen. Bereits um 550 v.Chr. verbreitete sie sich im Alpenraum und danach im Rheintal. Im Wallis werden die Weine der dort als Heida benannten Weißweinsorte wieder sehr geschätzt. Durch das Projekt „Historische Rebsorten“ erhält die autochthon bedeutende Rebsorte bei uns wieder ihre Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Grünfränkisch

Wein der Liebfrauenmilch

An einer 300 Jahre alten Sortenbeschreibung lässt sich ableiten, dass nicht Riesling, sondern sehr wahrscheinlich Grünfränkisch die eigentliche Rebsorte der weltbekannten Liebfrauenmilch war. Bereits im 16. Jahrhundert wurde der Grünfränkisch für die Südpfalz erwähnt. Die Historie dieser wertvollen Rebsorte geht zurück in die Antike und fand über Nordungarn ihre Heimat am Rhein. Bis zur ihrer Wiederentdeckung in Jahr 2009 galt diese Rebsorte als ausgestorben.

 

Fränkischer Burgunder

Der späte Burgunder

Unglaublich, dass eine autochthon so wertvolle Burgunder-Rotweinsorte, die schon Karl der Große zu schätzen wusste, fast ausgestorben wäre. Mit ihrem jetzt wiederentdeckten sortentypischen, leicht wieder zu erkennenden Geschmacksprofil wird sie die deutsche Rotweinpalette bereichern. Denn erst 2009 erkannte man, dass der Fränkische Burgunder ein eigenständiger Burgunder ist.

Blauer Muskateller

Ursorte aus Indien

Mit ihrem Ursprung in Indien blicken die Muskatellersorten auf eine über 3000 Jahre alte Geschichte. Verfolgt man die Geschichte alter Urvölker kommt man nach Spanien und beobachtet wie sie sich von dort aus im Frühmittelalter ins Piemont, Rhônetal und in die Westschweiz verbreiteten. Der Blaue Muskateller, der in Deutschland als ausgestorben galt, kann niemals ein tiefroter Wein werden, denn dafür fehlen die erforderlichen Farbstoffe in der Beerenhaut. Sie werden aber einen an Rosenblüten erinnernden, fruchtig frischen, lachsfarbenen Rosé genießen können, der in den Sommermonaten so manchen lauen Sommerabend elegant begleitet.

Quellenangabe und Fotos: U. Martin GmbH, Andreas Jung | www.historische-rebsorten.de

Rote Rebsorten

Die größte Rotweinproduktion haben inzwischen die beiden größten deutschen Anbaugebiete Rheinhessen und die Pfalz. So steht der Spätburgunder bei den Rotweinsorten an der Spitze. Klassiker wie Portugieser, Schwarzriesling, spielen weiterhin eine große Rolle. Dazu haben sich neuere Sorten wie Dornfelder, Regent und Merlot etabliert.

Spätburgunder

Was der Riesling qualitativ für die Weißweine bedeutet, verkörpert der Spätburgunder oder Pinot Noir unter den Rotweinen: Weine für gehobene Ansprüche.

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Dornfelder

Längst ist die Neuzüchtung von vor über 60 Jahren zu einem deutschen Rotweinklassiker gereift und erfreut sich seit Jahren einer immensen Nachfrage.

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Portugieser

Der Portugieser gilt als unkomplizierter, süffiger und frischer Schoppenwein. Ohne all zuviel Tannin ist er schon im Frühjahr trinkbar.

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Schwarzriesling

Bei vielen erfreut sich der Schwarzriesling großer Beliebtheit. Bei Tisch ist er eine interessante Alternative zum Spätburgunder.

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Regent

Die Sorte Regent ist eine der Neuzüchtungen, denen eine rosige Zukunft vorhergesagt wird. Denn sie liefert feurige, beinahe südländische Weine..

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St. Laurent

Einem Pfälzer Winzer ist es zu verdanken, dass die wertvolle Rebsorte auch in Deutschland erhalten blieb und nun eine Renaissance erleben darf.

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Weiße Rebsorten

Deutschlands bedeutendste Rebsorte bleibt nach wie vor der Riesling. Ein Viertel der heimischen Weinberge sind mit ihr bestockt. Andere weiße Rebsorten, wie Weiß- und Grauburgunder und Chardonnay, spielen eine zunehmende Rolle.

Riesling

Der Riesling repräsentiert die deutsche Weinkultur wie kein anderer.

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Müller-Thurgau (Rivaner)

Die unkomplizierten Weine sind geschmacklich leicht zugänglich. Meist sind es jugendliche, leichte und frische Weine für jeden Tag.

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Silvaner

Silvanerreben liefern eher neutrale Weine mit einer milden Säure, herzhafte Varianten zur kräftigen Regionalküche und ebenso feine Menüweine.

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Kerner

Die Rebsortenzüchtung „Kerner“ entstand 1929 durch die Kreuzung von rotem Trollinger und weißem Riesling.

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Grauburgunder

Grauburgunder werden meist trocken, mittelkräftig und etwas säurebetont, unter dem Synonym Ruländer dagegen häufig als gehaltvolle Weine mit betonter Süße angeboten.

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Scheurebe

Das betonte Bukett erinnert an Cassis, Pfirsich oder reife Birne. Scheurebeweine sind ideale Begleiter einer aromatisch-würzigen Küche, von der Vorspeise bis zum Dessert.

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Gewürztraminer

Der Gewürztraminer ist ein Denkmal deutscher Weinkultur, das die Jahrhunderte überdauert hat. Wo er gerodet werden muss, wird er wieder neu angepflanzt.

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Chardonnay

Chardonnay ist eine der populärsten Rebsorten der Welt. Auch in Deutschland nimmt ihr Anbau beständig zu. Die Weine eignen sich für viele Trinkanlässe.

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Sauvignon Blanc

Die weiße Rebsorte hat ihr hauptsächliches Verbreitungszentrum im Südwesten Frankreichs, wo sie im Jahre 1710 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

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Weißburgunder

Elegante Weißburgunder, trocken ausgebaut, mit frischer Säure und feiner Frucht sind ideale Menüweine, aber auch leichte Sommerweine.

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Quellenangabe: Deutsches Weininstitut, www.deutscheweine.de | Fotos: © Deutsches Weininstitut